Ätherische Öle & Tiere

Ätherische Öle sind eine wunderbare Möglichkeit, die Kraft der Natur auch an unseren geliebten Haustieren anzuwenden. Als im Allgemeinen sicher für die Anwendung an Hunden, Katzen und Pferden gelten beispielsweise:

Tangerine, Bergamotte, Melisse, Zitronengras, Weihrauch (Frankincense), Copaiba, Helichrysum, Geranium, Lavendel, Koriander (Cilantro), Myrrhe - die Aufzählung ist aber nicht abschließend.(1) Wie beim Menschen auch, ist Weihrauch beispielweise toll bei schmerzende Gelenken und Hautproblemen und es wirkt entzündungshemmend. Lavendel beruhigt die Nerven, z. B. auf Reisen, zu Silvester oder wenn das Tier alleine bleiben muss und ist wirksam bei Hautproblemen. Zitronengras ist ein tolles Abwehrmittel gegen Insekten. Wunderbar zur Vorbeugung gegen Entzündungen im Körper und zur Immunstärkung ist ein Tropfen Copaiba im Futter. Tangerine wirkt stimmungshebend, immunstärkend, antiseptisch, antibakteriell, antimykotisch und hat einen schönen frischen Duft. Bergamotte wirkt ebenfalls stimmungshebend und gleichzeitig auch entspannend.

Zu den allgemeinen Anwendungsmöglichkeiten gehört das Aufbringen auf das Fell, beispielsweise entlang der Wirbelsäule oder hinter den Ohren. Bei Hunden ganz wunderbar ist eine Anwendung unter den Pfoten, massiere das Öle Deiner Wahl dann gut in die Pfötchen ein. Hunde haben, ähnlich wie Menschen, auch Fußreflexionen unter den Pfötchen, so dass Du über diese Anwendung vielfältige Vorteile erreichen kannst. Zudem kannst Du bei Katzen, Hunden und Pferden ein ätherisches Öl auch zum Fressen dazugeben. Generell gilt: die ätherischen Öle sehr gut zu verdünnen. Die Tiere sind deutlich kleiner als wir Menschen und haben zudem viel sensiblere Riechorgane. Weniger ist hier wirklich mehr! Katzen profitieren beispielsweise bei einer Verdünnung von 0,1 bis 0,3% von den ätherischen Ölen! Hunde vertragen oft etwas mehr, je nach Größe und individueller Disposition. Für sehr kleine Hunde kann man jedoch auch wie für Katzen verdünnen. Bei akuten Zuständen, z. B. zur Desinfektion von Wunden, nutze ich persönlich manchmal auch weniger verdünnte Mischungen, dann allerdings sehr lokal und zeitlich sehr begrenzt! Generell gilt zudem: das Tier immer sehr gut beobachten und bei Verhaltensänderungen oder Sensitivitäten die Anwendung sofort stoppen. Fein ist auch eine Anwendung im Diffuser. Wenn ein Diffuser in der Wohnung läuft, sollten jedoch stets die Zimmertüren offen stehen, damit das Tier die Wahl hat, den Raum auch zu verlassen.

Ätherische Öle bei Hunden: Du kannst ätherische Öle wunderbar ins Futter oder unter die Pfötchen oder auf das Fell geben. Meine eigene Hündin ist schon alt, auch wenn man es ihr nicht ansieht. Sie bekommt von mir regelmäßig einen Tropfen Weihrauch bzw. Copaiba morgens und abends im Wechsel ins Futter und liebt das, leckt mir sogar die Reste von den Fingern. Toll für Gehirn, Gelenke, gesunde Zellfunktion, zur Vorbeugung gegen Entzündungen und zur Unterstützung des Immunsystems. Zudem nutze ich für meine eigene Hündin neben Lavendel sehr erfolgreich auch Vetiver zur Beruhigung... Silvester massiere ich ihr Lavendel und Vetiver unter die Pfötchen. Da die Haut unter den Pfoten um ein Vielfaches dicker ist als beim Menschen, ist es ratsam, die Öle wirklich gut einzumassieren und auch die Zwischenräume zwischen den Ballen nicht zu vergessen. Beim Scheren lasse ich gerne einen Diffuser mit Lavendel oder Lavendel, Vetiver und Bergamot oder Tangerine laufen. Toll sind auch ätherische Öle auf dem Halsband, insbesondere bei traumatisierten Tieren kann dies eine Hilfe sein, wenn man mit ihnen unterwegs ist. Viele Hunde lieben eine kleine Ohrmassage - dabei erreichst Du viele Akupressurpunkte am Ohr. Für eine allgemeine Anwendung zur Erhöhung des Wohlbefindens muss man diese gar nicht so punktgenau kennen. Zitronengras ist ein schönes Abwehrmittel gegen Insekten. Gib es zu diesem Zweck in eine Sprayflasche mit Wasser und sprühe das Fell ein. Wenn man ätherische Öle bei Hunden verdünnt auf dem Fell anwenden möchte, kann man zur Verdünnung bei Kurzhaarrassen gut fraktioniertes Kokosöl nutzen, bei langhaarigen Hunden ist Aloe Vera Gel eine tolle Alternative, die nicht so stark fettet.

 

Ätherische Öle bei Katzen: Katzen haben einen etwas anderen Stoffwechsel als die meisten anderen Säugetiere. Aufgrund dessen verstoffwechseln sie Phenole und Terpene relativ schlecht. Das bedeutet, dass man ätherische Öle, die diese chemischen Verbindungen als Hauptbestandteile aufweisen, besser nicht an ihnen anwendet. Für Katzen nicht geeignet sind dementsprechend insbesondere bestimmte "heiße" Öle, wie Oregano, Nelke, Zimt, onGuard, Thymian aber auch Wintergrün und Melaleuca (Teebaum).(1) Auch Katzen haben Fußreflexzonen unter den Pfötchen, mögen Anwendungen unter den Pfötchen aber oft weniger gerne als Hunde. Toll für Katzen ist jedoch eine Anwendung in der Katzentoilette! Dazu fülle in ein Glas Kaisernatron in Pulverform (ca. 3 Tütchen) und gebe etwa 5 Tropfen eines ätherischen Öls Deiner Wahl dazu. Gut schütteln und offen trocknen lassen. Bei der Reinigung des Katzenklos eine kleine Menge auf den Boden streuen oder auch zwischendurch ganz dünn oben drüber. Sorgt für einen guten Duft und wirkt je nach Öl auch noch positiv auf das Tier, z. B. auf das seelische Gleichgewicht oder bestimmte therapeutische Themen. Wenn Deine Katze Lavendel nichts so sehr gerne mag, ist Melisse eine tolle sanfte Alternative.

Ätherische Öle bei Pferden: Pferde haben als Fluchttiere ein sehr gutes Geruchsempfinden. Es gelten ähnliche Anwendungsmöglichkeiten, jedoch sind Pferde größer und es muss nicht ganz so stark verdünnt werden wie bei Katzen oder kleinen Hunden. Wenn Du einen eigenen Stall hast, kannst Du einen Diffuser aufstellen. Alternativ gib das ätherische Öl auf das Halfter oder auf die Satteldecke - eine feine Sache, wenn Du mit ängstlichen Pferden arbeitest oder z. B. auch beim Verladen oder auf Reisen. Auch eine Anwendung auf dem Fell ist fein, beispielweise hinter den Ohren aufgetragen oder indem Du wenige Tropfen auf den Striegel gibst. Zitronengras ist ein tolles Abwehrmittel gegen Insekten. Gib es zu diesem Zweck in eine Sprayflasche mit Wasser und sprühe das Fell ein, prima ist hierfür auch die Kombination Zitronengras mit der Terrashield Mischung, im Sommer kannst Du zusätzlich noch etwas kühlende Pfefferminze hinzufügen. Wenn Du mit ängstlichen oder traumatisierten Pferden arbeitest, kannst Du auch das Öl auf Deine eigenen Hände auftragen. Und wie bei Hunden ist eine Anwendung auf bestimmten Akupressurpunkten, beisielsweise zur Beruhigung oder für das seelische Gleichgewicht, ganz wunderbar. Für eine innerliche Anwendung gibt wenige Tropfen ins Futter. Oder Du mischst ätherische Öle Deiner Wahl in einer Sprühflasche mit Wasser und besprühst das Heunetz, dann verbindest Du aromatische und innerliche Anwendung. 

(1) Vgl. z. B. Dr. Josh Axe, Ty Bollinger, Jordan Rubin: Essential Oils, Ancient Medicine, 2015, S. 379.

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